Vivian H. mit „Candy“

Heute habe ich meinen blonden Labrador Rüden namens Candy bald seit drei Monaten. Wir haben unglaublich viel bereits erlebt und ich bin so dankbar, dass ich ihn habe. Zuerst die 10 Tage Einschulung in Neuburg, in einem schönen Appartement und unsere Zweisamkeit hat von Anfang an gut gepasst. Zunächst hatte Candy Heimvorteil, da er dort alle Übungswege kannte. Für mich bedeutete es schon auch Stress, so einfach die Kontrolle an meinen Vierbeiner abzugeben. Aber Candy hatte so viel Elan und Freude und führte mich sicher an Schildern oder anderen Gegenständen in Kopfhöhe vorbei. Nach der Einarbeitung kam unsere erste Probe mit der alleinigen Zugfahrt, die fünf Stunden dauerte. Candy und ich sind sicher nach Hause gekommen und nun war der Heimvorteil auf meiner Seite. Mit Candy fünf Tage vor Ort trainiert, natürlich hat der Bursche auch seine Grenzen getestet, aber so lernen wir beide und wir konnten unsere Prüfung an meinem Wohnort absolvieren und haben all dem Regen getrotzt. Beeindruckt von meinem Führhund und seiner Leistung war ich sehr, als mir nach der Prüfung erzählt wurde, dass Candy sogar Abstand zu einer Frau mit Regenschirm gehalten hat, denn dieser wäre auf meiner Kopfhöhe gewesen. Viel Zeit zu Hause blieb nicht, denn als paralympische Biathletin standen für mich noch Wettkämpfe auf dem Programm. Zum ersten Weltcup in Planica gab es eine längere Autofahrt für uns beide. Candy saß auf einer Hundedecke in einem Anschnallgeschirr neben mir und hat mir die Fahrt sehr kurzweilig gemacht. In einem riesigen Hotel, dass total verwinkelt war und in dem ich als ganz Blinde Athletin nirgends alleine hingefunden hätte, hat Candy mich zu den Treppen, zum Essen, zum Ausgang oder auch zum Kraftraum im verwinkelten Keller geführt. Klar hatte ich auch etwas mehr zu tun, da ich nach meinen Rennen auch immer mit ihm Gassi gegangen bin und ihn nicht sofort an andere abgeben wollte, obwohl sich einige auch angeboten hatten. Doch um unsere Verbindung zusammen zu schweißen war es mir sehr wichtig, möglichst alles alleine zu tun. Erst gegen Ende und das nach zwei Monaten, durfte Candy auch mal mit einem Kumpel und guten Hundefreund von mir Gassi gehen. Ich bin mit Candy an meiner Seite wieder mehr ich selbst und auch stärker und selbstbewusster. Mit ihm zu Arbeiten und für ihn verantwortlich zu sein ist super schön, mit allen Höhen und Tiefen, die dazu gehören. Ich belegte einmal den dritten Platz und da Candy an der Strecke dabei war und mich in meinem ganzen Wesen unterstützte, durfte er mit aufs Podest. Das angefügte Bild wiederum ist aus Finnland auf einem großen zugefrorenem See. In fremder Umgebung ist es im Freilauf schon auch gut noch andere Sehende Augen dabei zu haben und in unserer Mannschaft gibt es viele tolle Hundefreunde, Hundebesitzer und von uns ganz Blinden sogar im Weltcup international drei Führhundhalterinnen, mit zwei Deutschen und einer Österreicherin. Jeder handhabt es individuell, bei der einen war ihr Buddy nicht dabei, sie hat zu Hause eine gute Möglichkeit, dass andere mit ihrem Hund Trainieren, Railey und Candy wiederum sind beide mitgeflogen. Bei Candy gerade in der Anfangsphase auch ganz wichtig, ich hätte ihn jetzt nicht einfach abgeben können oder wollen. Natürlich ist es wie für uns Menschen auch für die Hunde stressig zu reisen. Jedoch durfte Candy mit mir in den Passagier Raum und bei dem ersten Start hat er geschnurrt wie ein Kätzchen. Die Landung und den anschließenden Flug hat er ebenfalls gemeistert wie ein Großer, dabei wird er am 13.04.2021 erst zwei. Aber umso kniffliger die Aufgaben sich für ihn gestalten, desto mehr Freude hat mein Hund. In der Kolonne zwischen Koffern mitlaufen und mich von Treppe zu Treppe zu führen hat ihm richtig Spaß gemacht und ich war sehr erleichtert. Nun sind wir nach einer schönen, aufregenden Zeit, zu Hause und erholen uns auch von dem Stress. Hier machen wir die Waldwege unsicher und es ist genial, weil ich in meinem Kopf Wege kenne, von Training und Spaziergängen mit Sehender Begleitung, die ich alleine nie gegangen bin. Nun mit Candy an meiner Seite und als Absicherung meinem Handy, starte ich durch, bin auch mal zwei Stunden im Wald und erkunde immer mehr und mehr die Umgebung. Einmal habe ich mich im Naturpfad verfranzt, es hat geregnet und ich hatte mich zu oft gedreht. Jedenfalls wusste ich nicht mehr, in welche Richtung es raus geht. Ich habe gesagt: Candy such Weg… und mein träuer Begleiter hat mich sicher wieder raus geführt. Danke an Wolfgang und Maria Seitle, dass ich so viel Freude mit meinem Candy habe, so viel mehr Selbstständig erledigen kann und auch immer mehr und mehr dazu lerne! Auch bei Bahnübergängen bin ich mit meinem Vierbeiner wieder sicherer und habe auch am Gleis keine Angst vor dem Abgrund. Vor drei Jahren hätte ich noch nicht gedacht, dass ich heute einen Hund haben werde. Doch jetzt würde ich meinen Candy nicht mehr hergeben.

Viele sonnige Grüße

Vivian H.

Dustin mit „Una“

 

Spannende 1,5 Jahre liegen hinter Dustin mit seiner Blindenführhündin Una.

Nach mehreren Telefonaten und persönlichen Gesprächen bei uns zu Hause mit Familie Seitle hieß es dann im Januar 2019: „Wir haben einen Führhund für Dustin“. Die Spannung war groß.

Mit meinem Vater machte ich mich auf den Weg nach Neuburg. Immer im Hinterkopf, dass ich eine Schwester habe die große Angst, vor Hunden hat und auch noch eine behinderte Schwester, wo ich nicht wusste, wie sie auf meinen Hund reagiert.

Einen Tag nach unserer Ankunft in Neuburg kam Maria und übergab Una an mich. Es war ziemlich aufregend. Una hat mich sofort akzeptiert und weicht mir seitdem nicht mehr von der Seite.  Es folgte eine spannende Einführungswoche. Wobei Maria mich super an Una und das Führen heranführte. Am  darauffolgenden Wochenende kam meine Mutter mit meinen beiden Schwestern um Una kennenzulernen. Una ist sofort auf meine ängstliche Schwester zugegangen und siehe da, diese fing sofort an, sie zu streicheln. Das Eis war gebrochen. Auch suchte Una den Kontakt mit meiner zweiten Schwester und fand auch sofort den Zugang zu ihr. Nach den 2 Wochen in Neuburg konnten wir Una mit nach Hause nehmen. Dort wurden wir noch eine weitere Woche von Maria geschult und konnten trotz Schneefall die Führhundeprüfung mit Bravour ablegen. Seitdem ist Una ein festes Mitglied unserer Familie.

Jeden Morgen hilft sie mir meinen Arbeitsweg mit Bus und Bahn sicher zu absolvieren.

In der Praxis, ich arbeite als Masseur, ist sie eine „ feste Mitarbeiterin“. Sie wirkt auch auf die Patienten sehr beruhigend. Sie wartet geduldig und entspannt auf den Feierabend. Dann geht es erst mal wieder mit Bus und Bahn nach Hause.

Am Wochenende hat Una frei und darf auch, wie an allen anderen Tagen in ihrer Freizeit Hund sein. Das genießt sie sehr. Einfach im Garten liegen,  mit dem Ball spielen oder von der ganzen Familie abwechselnd gekuschelt zu werden.

Dieses Jahr waren wir das erste Mal mit meinen Eltern an der Nordsee und in Italien. Die Autofahrten hat sie super mitgemacht. Sie hat sich auch sofort an die neuen Wege gewöhnt und mich auch dort sicher geleitet. Viele Leute sehen sich um und staunen, wie souverän Una mich führt. Auch wenn ich mit ihr Gassi gehe, zeigt sie mir alle Hindernisse etc. an.

Mein ganzes Lob geht an Maria und die Führhundeschule für diese super tolle Ausbildung.

Der nächste große Schritt wird die eigene Wohnung sein.

Una testet schon mal unsere eigenen vier Wände.

 

 

Ganz liebe Grüße aus Haltern am See

Dustin und Una

 

 

 

 

 

Gerd und Lore mit „Anton“

Liebe Fam. Seitle,

heute wollen wir Ihnen voll Dankbarkeit schreiben, wie unser erstes Jahr mit dem Blindenführhund meines Mannes verlaufen ist!

Als Sie, Herr Seitle, uns besuchten und von dem für meinen Mann vorgesehenen Blindenführhund erzählten, waren wir schon voller Vorfreude. Sie haben uns an diesem Nachmittag unter anderem gesagt, dass er ein aufgeweckter und auch sehr temperamentvoller Bursche sei, der viel Aktivität einfordern würde. Seine Ausbildung habe er auch schon erfolgreich abgeschlossen. Als wir Sie gefragt haben, wie er denn heißt und Sie sagten ANTON, war die Überraschung und Freude so groß, dass uns beiden die Tränen in den Augen standen. Dies deshalb, weil wir uns immer einen Hund mit dem Namen ANTON gewünscht hatten. Das musste dann unser Anton sein!

Nun ging es los. Als wir dann in Zirndorf bei Ihrer Trainerin Eva zum Einarbeitungslehrgang waren, haben wir unseren Anton das erste Mal gesehen.

Wir waren vom ersten Moment an begeistert. Mit Eva durften wir auch eine wunderbare junge Frau kennenlernen, die uns gleich ans Herz gewachsen ist. Sie hat die Einweisung so super gemacht, dass sich von Beginn an eine Sicherheit eingestellt hat. Nach der anschließenden Woche bei uns in Bad Urach, die ebenfalls sehr kostbar war und der abschließenden Gespannprüfung, war üben und nochmals üben angesagt. Ich habe mich mit Anton von Anfang an sicher gefühlt. So nach und nach habe ich gemerkt, dass ich immer mehr losgelassen und mich voll und ganz auf ihn verlassen habe. Auch bei uns zuhause war er schnell angekommen und er hat sich von Anfang an bei uns sehr wohl gefühlt. Bei unseren Kindern und Enkeln ist Anton der absolute Mittelpunkt. Seit März bin ich nun ganz zu Hause und wir sind jeden Tag auf Tour. Es ist einfach wunderbar! Wir möchten uns noch einmal bei Ihnen für diesen tollen Hund von Herzen bedanken!

Mit herzlichen Grüßen Gerd und Lore mit Anton

Bad Urach, August 2020

San Rafael Besuch von Teresa

Teresa Seitle (Maria u. Wolfgang Seitle´s Tochter) berichtet über ihren Besuch
in der Blindenführhundeschule „Guide Dogs for the Blind„ in San Rafael (Kalifornien)

Anfang Mai 2019 besuchte ich während meines Auslandssemesters mit anschließendem Auslandspraktikum an der University of Califonia, San Diego, die Blindenführhundeschule „Guide Dogs for the Blind“ in San Rafael (Kalifornien).
„Guide Dogs for the Blind“ ist -wie unsere Blindenführhundschule- Mitglied im Weltverband der Blindenführhundeschulen „International Guide Dog Federation“ (IGDF)“. Die Schule hat noch einen weiteren Standort im US-Bundesstaat Oregon, wobei San Rafael mit 44.515 m² der größere von beiden ist.
Bei meiner Ankunft in San Rafael wurde ich sehr herzlich im Besucherzentrum der Schule begrüßt. Zu Beginn wurde mir ein kurzes Video über ein Gespann (blinder Mann mit Blindenführhund) gezeigt. Dieses Video veranschaulicht sehenden Menschen sehr schnell und eindrucksvoll die Vorteile, die ein Blindenführhund einem blinden Menschen im Alltag bringen kann.

Danach durfte ich die gesamte Schule bis in die kleinsten Winkel besichtigen. Dazu gehörten die Unterkünfte der blinden Führhundeanwärter mit ihren Führhunden während ihrer zweiwöchigen Einarbeitung, die Hundeanlagen und der Verwaltungstrakt mit seinen vielen unterschiedlichen Abteilungen. An verschieden Trainingseinheiten durfte ich ebenfalls teilnehmen. Ich war sehr beeindruckt. Durch die immense Größe der Anlage können immer zeitgleich 6-9 Gespanne an der Schule eingeschult werden. Dabei stehen den blinden Gästen eine großzügige Kantine, ein Fitnessstudio, ein Whirlpool mit Sauna, ein Aufenthaltsraum, ein Spielezimmer, ein Vortragsraum, ein TV-Raum und für das gesundheitliche Wohl auch ständig Ärzte zur Verfügung. Des Weiteren stehen eine Hundetrainingshalle, verschiedene Trainingsplätze außen und großzügige Hundeauslaufflächen zur Verfügung. Während meiner Führung durfte ich auch beim Training der angehenden Blindenführhunde zusehen. Vieles wird dabei auf dem Gelände, welches unzählige Möglichkeiten bietet, trainiert.

„Guide Dogs for the Blind“ beschäftigt 50 Führhundetrainer und hat durchschnittlich immer 300 Hunde auf ihrer Anlage in San Rafael untergebracht. Die blinden Menschen, die einen Blindenführhund von „Guide Dogs for the Blind“ bekommen, kommen aus allen Teilen der USA. Die Führhundehalter können mit ihren Führhunden das gesamte Hundeleben kostenfrei die Tierärzte der Schule aufsuchen. Sollte jedoch die blinde Person zu weit von den beiden Standorten entfernt leben, so übernimmt „Guide Dogs for the Blind“ für die Hunde aus ihrer Schule auch die Kosten anderer Tierärzte.

Es gibt zwei signifikante Unterschiede zwischen den US-amerikanischen und deutschen Blindenführhundeschulen. Einer davon ist, dass „Guide Dogs for the Blind“ rein aus nicht staatlichen Spenden finanziert wird. Das bedeutet auch, dass jeder blinde Mensch einen Anspruch auf einen Hund hat und dieser von der Blindenführhundschule ohne jegliche Kosten zur Verfügung gestellt wird. Es muss weder eine Krankenkasse noch die blinde Person dafür etwas bezahlen. Ein anderer Unterschied zu den deutschen Schulen ist, dass die Blindenführhundschule immer über 900 ehrenamtlich beständige Patenfamilien hat, in welchen die 2 bis 16 Monate alten Hunde untergebracht sind. Dies bedeutet, dass die Schule problemlos immer passende Patenfamilien und auch genügend Junghunde zur Verfügung hat.

Schlussendlich kann ich sagen, dass ich einen wirklich tollen Eindruck von „Guide Dogs for the Blind“ bekommen habe. Mein Besuch in dieser Schule war ein tolles Erlebnis und hat bei mir einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Es war echt super!

Sabine mit Blindenführhündin „Mani“

Hessen, 14. Juli 2019
Sabine mit Blindenführhündin „Mani“

Hallo Familie Seitle,
heute möchte ich auch mal meine Erfahrungen mit euch und meiner Blindenführhündin Mani schreiben 😊
Ich hatte eigentlich schon eine Zusage von einer anderen Blindenführhundschule für einen Hund in 2019. Dann kam aber die Nachricht, dass daraus nichts wird, sondern es mindestens 2020 wird, wenn nicht noch später! Daraufhin habe ich mich auf die Suche nach einer anderen Schule gemacht und bin dabei auf die Blindenführhundschule Seitle gestoßen! Nach einem Telefonat mit Herrn Seitle war ich ganz Happy, denn dieser teilte mir mit, dass ich auf jeden Fall dieses Jahr noch einen Hund bekommen könnte! Dann ging alles viel schneller als gedacht. Am 22 April bin ich schon mit meinem Mann und mit meinen beiden anderen Hunden, einer davon auch ein Blindenführhund, der jetzt in Rente geht, nach Neuburg an der Donau gefahren. Ich war ziemlich aufgeregt, am liebsten wäre ich wieder nach Hause gefahren, weil ich nicht so richtig wusste, was kommt jetzt auf mich zu. Aber dann kam Maria mit meiner Blindenführhündin Mani und alles war gut. Maria, eine ganz liebe, freundliche, sympathische, ruhige und einfühlsame Person hat mir dann sofort meine Angst genommen 😊. Mit meiner Blindenführhündin Mani war es Liebe auf den ersten Blick, obwohl man das als Blinder ja eigentlich nicht schreiben kann. Also es war Liebe, bei der ersten Begegnung. Eine ganz liebe, ruhige und anhängliche Hündin. Es ging dann los mit der Einarbeitung. Für mich war das etwas ganz neues, dass der Hund nicht bei jedem Hindernis oder Sonstigem ein Leckerchen bekommt, sondern nur ganz selten mal, ansonsten wird der Hund nur verbal gelobt oder gestreichelt. Das fand ich richtig toll. Meine alte Blindenführhündin brauchte für jedes Hindernis, für jede Ampel, für jeden Bordstein, für jeden Befehl ein Leckerchen, sonst hat sie auf Stur geschaltet. Also musste man schon eine Menge Leckerlis einpacken, wenn wir unterwegs waren .Die zehn Tage in Neuburg sind im Flug vergangen und haben mir sehr viel Spaß gemacht. Kurz darauf ging es bei mir zu Hause mit der Einarbeitung weiter, wo dann kurz darauf die Gespannprüfung mit den Prüferinnen Senkel und Hocke stattfand. Bei der Prüfung war ich sehr nervös und hibbelig. Wir haben aber die Prüfung aufgrund der überzeugenden Leistung von Mani trotzdem bestanden! Mani ist ein ganz toller Blindenführhund. Wir sind ein sehr gutes Team! Und das Beste: sie hört auch perfekt, wenn sie nicht im Dienst ist, wie zum Beispiel im Freilauf. Das kenne ich von meinem ersten Blindenführhund überhaupt nicht. Meine erste Blindenführhündin hat im Freilauf Null gehört und hatte auch ein Problem mit anderen Hunden. Wir haben dann noch Hundeschule gemacht und so weiter, irgendwann ging es dann so einigermaßen. Deswegen war ich überrascht, dass Mani so gut hört. Man kann sie laufen lassen. Sie hört, sie kommt zurück, sie geht bei Fuß, also alles ganz toll. Großes Kompliment an Familie Seitle! . Für mich war es eine sehr schöne Zeit, hat mir sehr viel Spaß gemacht und Wolfgang und Maria sind sehr sympathische, nette Menschen, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Ganz besonders mit Maria 😘 ich bin sehr froh, dass ich Mani bekommen habe. Sie ist so anhänglich, ein richtiger Kuschelhund. Für mich steht fest, dass mein nächster Hund, was hoffentlich noch lange dauert, auf jeden Fall wieder aus der Blindenführhundschule Seitle kommt. Ich werde sie auf jeden Fall auch weiterempfehlen, bei jeder Gelegenheit 😊.
Viele liebe Grüße von Sabine aus Hessen mit Führhündin Mani und Ehemann Matthias.

3 Labradore Führhündin Mani in der Mitte

3 Labradore, Führhündin „Mani“ in der Mitte liegend

Mandy und „Maya“ aus Augsburg

Lieber Wolfgang und ein Hallo an die Blindenführhundeschule Seitle!

Nun habe ich meine Blindenführhündin Maya schon zwei Jahre und ich möchte euch mal ein kleines Feedback über die vergangene Zeit geben.

Die Entscheidung für eine Blindenführhund habe ich mir nicht einfach gemacht, da ich mir keine Vorstellung machen konnte, wie sich das Leben mit einem Hund gestaltet. Danach gab es einige Gespräche mit der Blindenführhundschule Seitle und meine ganzen Fragen konnten geklärt werden. Somit war die Entscheidung für einen Hund getroffen und die Vorfreude stieg von Tag zu Tag. Dann kam Maya voller Freude und Arbeitseifer in mein Leben und die Phase der Einschulung begann. Als wir dies als Team erfolgreich gemeistert hatten, kam die Gespannprüfung. Diese haben wir mit Bravour bestanden. Somit war zwischen uns das Eis gebrochen und wir starteten in eine sehr schöne gemeinsame Zukunft.

Mit Maya als neues Familienmitglied hat sich mein Leben sehr stark zum Positiven verändert und mit ihr habe ich ganz viele Freiheiten wiedererlangt. Ich kann mich in jeder Lebenslage auf sie verlassen und mit ihr jegliche Wege gehen. Beim Einkaufen sind wir sehr gern gesehene Kunden. Jeder freut sich, wenn wir den Laden betreten und die Mitmenschen sind fasziniert, was so ein toller Hund leisten kann. Auch als ich vor einem Jahr einen Unfall hatte und dadurch einige Schwierigkeiten beim Laufen bekommen hatte, meisterte Maya diese Situation hervorragend und passte sich für viele Monate meinem neuen Laufstil an. In unserer Freizeit haben wir sehr viel Spaß und verbringen gemeinsam viel Zeit in der Natur. Wir machen ganz viele Spaziergänge im nahe gelegenen Wald. Bei schönem Wetter gehen wir nach tollen und ausgiebigen Spielzeiten gerne zur Abkühlung baden. Ich möchte meine Maya nicht mehr missen und es gibt nichts, wo ich ohne sie als Begleiterin hingehe. Für mich war es die beste Entscheidung, die ich getroffen habe, denn es ist eine tolle Zeit zu zweit, man trägt Verantwortung, aber Maya gibt mir sehr viel Freude und Glück zurück!

Ich danke der Blindenführhundschule Seitle für die ganz tolle Betreuung und den weiterführenden Kontakt und vor allem für diesen einzigartigen Hund.

Mandy und „Maya“ aus Augsburg, 15.01.2019

Henry und Susann mit „Zambi“

Hallo liebe Blindenführhundinteressierte!

Wir, das sind Henry und Susann mit dem Blindenführhund Zambi, möchten einige Erfahrungen mit der Blindenführhundschule Maria Seitle weitergeben.

Zuerst einmal einige Informationen zu unserer Familie: Henry leidet unter dem Usher-Syndrom, dies bedeutet er hat eine Schwerhörigkeit und einen Tunnelblick ähnlich einer RP. Seit einigen Jahren trägt er 2 Cochlea-Implantate, welche ihm ein tolles Hörvermögen geben. Bei den Augen ist es ähnlich wie bei einer RP, es wird immer dunkler um ihn herum. Er war bei der Antragstellung 63 Jahre alt. Diesen Bericht schreiben wir gemeinsam, da wir auch ansonsten vieles gemeinsam machen!

In unserer Familie lebte 15 Jahre lang ein mittelgroßer Schnauzer-Mix, welcher uns als Hundebesitzer „ausgebildet“ hat

Nachdem wir einen Blindenführhundinteressiertenseminar bei Pro Retina in Soest besucht haben, wuchs bei Henry das Interesse einen eigenen Blindenführhund zu besitzen.

Zu Hause angekommen machten wir uns gemeinsam auf die Suche nach einer geeigneten Blindenführhundschule. Dies geschah natürlich über das Internet und befreundeten Blindenführhundhaltern. Da Henry auf keinen Fall italienische Befehle lernen wollte, schieden diese Blindenführhundschulen aus. Durch gute Empfehlungen stießen wir auf die Blindenführhundschule Seitle. Der erste telefonische Kontakt mit Herrn Wolfgang Seitle war sehr angenehm. Meine erste Frage war, ob er Henry trotz seinem Alters einen Hund geben würde.

Alle unsere Fragen wurden bei diesem ersten Telefonat komplett beantwortet. Es folgten weitere Telefonate und dann hatten wir einen Termin bei dem uns    Herr Seitle besuchte. Dies alles lief sehr schnell und sehr unkompliziert ab. Wolfgang Seitle ist ein Mann der offene Worte spricht und auch kompetent alle Fragen beantworten kann.

Wir entschieden uns für diese Schule und Familie Seitle für uns.

Bei der Antragstellung und der Beantwortung der Fragen von der Krankenkasse half uns Familie Seitle sehr.

Einige Wochen später erhielten wir tatsächlich die Zusage der Krankenkasse, dass wir einen Hund der Hundeschule Seitle haben können. Hier können wir uns bei der sehr netten Sachbearbeiterin der Techniker Krankenkasse bedanken!

Auch die Schnelligkeit hat uns sehr verwundert. Im November besuchten wir den Informationslehrgang, im Dezember stellten wir den Antrag, im Januar  wurde der Antrag genehmigt und Wolfgang Seitle berichtete uns von einem Hund, der wunderbar zu Henry passen würde. Er habe ihn seit einem Jahr zur Ausbildung und wir sollten  ungefähr im Juli mit der Übergabe rechnen. Wir waren begeistert!

Noch begeisterter waren wir als wir im April einen Anruf erhielten, dass ein blonder Rüde für Henry bereit stehen würde. Der Einführungslehrgang könne im Anfang Mai stattfinden. Da wir einen Aida Urlaub geplant hatten, war Familie Seitle äußerst kooperativ. Es wurde ermöglicht, dass Frau Maria Seitle den Einführungslehrgang komplett bei uns in der Umgebung durchführt. Normalerweise sind die Einführungslehrgänge zwei Wochen bei Familie Seitle und eine Woche im Heimatort des Blindenführhundhalter. Jedoch hatte ich durch die Urlaubsplanung keine Urlaubstage mehr zur Verfügung.

So kam Maria Seitle mit Zambi zu uns in die schöne Vorderpfalz. Frau Seitle ist eine sehr einfühlsame und sanfte Lehrerin, die jedoch bei dem Hund absolute Autorität hat. Sie war sehr konsequent zu dem Hund und sehr rücksichtsvoll mit der Hörproblematik von Henry.

Den ersten Tag der Schulung werden wir wohl beide nicht vergessen.

Henry war sehr aufgeregt und ich sehr gespannt was mich nach der Arbeit erwarten würde. Mich erwartete zuhause ein kleines Team, jedoch kein kleines Tier. Vorher hatten wir einen kniehohen Hund nun einen Hund, der locker auf den Tisch schauen kann. Das war für uns beide eine große Umstellung.

Die Einschulung war ein großer Erfolg! Henry war mit Maria  und Maria mit Henry und beide waren mit Zambi zufrieden. Henry blühte regelrecht auf, er war und ist nun in der Lage alleine mit dem Hund zu gehen.

Das Gespann Henry und Zambi passen wunderbar zueinander. Beide sind ruhig und gelassen und mögen keine Hektik. Einen besseren Hund hätte Wolfgang Seitle nicht aussuchen können.

Nach drei Wochen wurde die Gespannprüfung durchgeführt. Henry war sehr aufgeregt, seine letzten Prüfungen lagen ja auch schon lange zurück. Aber das Gespann war sehr gut eingestellt und geschult. Das Prüferteam fragte am Ende bei der Besprechung tatsächlich, wie viele Blindenführhunde Henry schon gehabt hätte! Da war das Erstaunen groß, dass Zambi der erste Hund ist. Hier sieht man die gute und einfühlsame Einarbeitung von Maria Seitle und natürlich die gute Ausbildung von dem Hund. Die Prüfung wurde mit Bravour bestanden.

Heute ist Zambi bereits ein dreiviertel Jahr bei uns. Wir hatten einige Fragen an Familie Seitle, welche wir immer wieder besprechen konnten. Eine kurze Nachricht und schon melden sich die Seitles. Einmal waren wir in Saulgrub im Aura Hotel und auch dort hat uns Wolfgang Seitle besucht um einige Fragen zu beantworten. Immer wieder konnten wir erfahren, dass Wolfgang Seitle einen großen Erfahrungsschatz hat, von dem alle profitieren können.

Bei dieser Schule fühlen wir uns sehr gut aufgehoben und betreut. Wir würden immer wieder die Blindenführhundschule Seitle wählen und haben sie schon oft weiter empfohlen.

Nachdem Zambi nun bereits seit 9 Monaten bei uns ist, Henry mit ihm einiges erlebt hat und wir gemeinsam einige Urlaube verbracht haben, möchte niemand mehr auf diesen tollen Hund verzichten. Wenn ich arbeiten bin, weiß ich, dass Henry einen Freund und Aufpasser zur Seite hat. Henry geht selbstbewusster durchs Leben und hat sogar festgestellt, dass er, wenn er mit dem Hund unterwegs ist, viel öfter angesprochen wird…

„Willi“,“Simon“ und Herrchen

Ich bin Blindenführhundhalter seit März 2007.

Seit 2006 hab ich den anerkannten Blindenstatus. Als absehbar war, dass ich in EU-Rente gehe, war für mich klar, mir einen Blindenführhund anzuschaffen. Dies besprach ich ausführlich in der Familie, ob alle damit einverstanden sind. Da zu dieser Zeit meine große Tochter noch große Angst vor Tieren hatte, war sie trotz Einverständnis sehr skeptisch. Über BBSB München besorgte ich mir mögliche Adressen von Führhundschulen. Diese bat ich Telefonisch um einen Kostenvoranschlag zum Beantragen bei der Krankenkasse. Führhundschule Seitle schickte als Erste den Kostenvoranschlag. Im Umschlag befanden sie zudem noch 2 interessante Broschüren über Führhunde. Ich entschied mich für die Seitle-Schule. Diese schauten sich bei mir das Wohnumfeld sowie meine familiäre Situation an. Dabei kam auch die tierangst der Tochter zur Sprache. Sie sagten uns zu, einen passenden Hund zu finden. So kamen wir zu Willi. Allerdings mussten wir erst noch umziehen, da der damalige Vermieter sich extrem gegen Haustiere sträubte. Um uns den Umzug zu erleichtern, hielt die Seitle-Schule den nun bereits fertig ausgebildeten Hund noch 14 Tage länger bei sich.

Am Montag, den 5. März 2007 kam Willi in unseren Haushalt. Die 3-wöchige Einführung erfolgte bei uns zu Hause, was mir äußerst angenehm war. Willis Ausbilderin kam während dieser Zeit täglich vorbei und erklärte ruhig und sehr sachlich alles was wichtig war. Auf die Gespannprüfung warteten wir allerdings 5 Monate, die wir mit Bravour meisterten.

Ob im Alltag oder im Urlaub waren wir ein eingeschworenes Team und immer zusammen. Willi gab mir mein Selbstvertrauen wieder. Mir fiel es wesentlich leichter meine Wege mit Hund als mit dem Führstock zu erledigen. Außerdem ging ich sicherer durchs Leben, da ich mit 100%ig auf meinen Willi verlassen konnte. Besonders positiv war, dass Willi meiner Tochter die Tierangst genommen hatte, heute hat sie gesunden Respekt vor Tieren. Je länger Willi und ich beieinander waren, wuchsen wir immer enger zusammen. Als Willi von Arthrose geplagt wurde, was immer stärker wurde im zunehmenden Alter, reifte der Entschluss für Willis Nachfolger zu sorgen. Da ich mit der Hundeschule Seitle äußerst zufrieden war, wendete ich mich erneut an diese.

So kam am 04.09.2017 Simon zu uns. Beide Hunde legen jetzt bei uns, vertragen und harmonisieren prima miteinander. Im Vorfeld hatte ich die Befürchtung, dass sich beide nicht so verstehen würden. Zum Glück war es nicht der Fall. Die Einführungszeit hatten wir wieder am Wohnort.

Viele Grüße von Willi, Simon und Herrchen

P.S. Ich kann die Führhundschule Seitle nur empfehlen

Astrid mit „Lilou“ aus Hessen

Schon länger interessierte ich mich für einen Blindenführhund und als ich dann einmal beim Einkaufen eine blinde Frau mit Führhund traf, fragte ich sie, aus welcher Schule der Hund wäre. Sie sagte, er sei von der Blindenführhundschule Seitle.

Wieder zuhause angekommen schauten meine Familie und ich im Internet nach der Adresse und ich rief bei Maria und Wolfgang Seitle an, um einen Besichtigungstermin in Neuburg zu vereinbaren.

Beim Besuch in Neuburg wurde mir erklärt, wie die Beantragung ablaufen würde und alle meine Fragen, die ich bezüglich eines Blindenführhundes hatte, wurden beantwortet. Die Hunde, welche zu dieser Zeit in Ausbildung waren, wurden mir vorgestellt. Ein Hund, Stella, nahm mir meinen Führstock aus der Hand und legte sich zu meinen Füßen. Zuhause sagte ich dann immer: „Diesen Hund möchte ich haben!“

Nach der Antragstellung im Juni 2010 besuchte mich Wolfgang Seitle zuhause und machte sich ein Bild vom künftigen Heim des Führhundes. Ein paar Wochen später kam die Genehmigung der Krankenkasse, sodass ich in Neuburg anrufen konnte, dass nun ein Hund für mich ausgebildet werden könnte. Frau Seitle sagte, sie hätten schon einen für mich, es sei Stella! Ich war sehr glücklich und konnte es kaum bis zur Einarbeitung abwarten.

Dann war es im Oktober endlich soweit! Am Anfang war es ganzschön anstrengend und ich dachte, ich würde es nie schaffen. Meine Trainerin war jedoch zuversichtlich und sagte immer wieder „Das wird schon!“

Nach der zweiwöchigen Einarbeitung in Neuburg wurde daheim und in der Umgebung geübt. Die Prüfung klappte trotz meiner Aufregung super – Stella war sehr gut ausgebildet und arbeitete gerne.

Im Führgeschirr war sie immer aufmerksam und auch im Freilauf ließ sie mich nie ganz aus den Augen.

Dass Blindenführhunde besonders intelligent und achtsam sind, zeigte sich auch einmal im Urlaub. Normalerweise fahre ich nicht mit der Bahn und dachte, Stella würde die Abgrundverweigerung am Bahnsteig verlernen. Aber als wir dann doch einmal Zug fuhren, belehrte sie mich eines Besseren.  Meine Hündin wusste auch nach Jahren noch, was sie zu tun hatte!

Leider wurde Stella 2015 krank, trotzdem führte sie mich noch immer gut und sicher.

Bei Fragen konnte ich mich immer an Familie Seitle wenden. Auch, als ich Probleme mit der Krankenkasse im Zusammenhang mit Stellas Krankheit hatte, halfen sie mir weiter.

Im April 2017 musste Stella leider außer Dienst gestellt werden, weshalb ich mich entschied, wieder einen Hund aus der Führhundschule Seitle zu nehmen und beantragte eine Folgeversorgung.

Nur zwei Monate später ging meine liebe Stella über die Regenbogenbrücke ☹

Im Mai kamen Maria und Wolfgang Seitle wieder zu Besuch und wenig später erhielt ich die Genehmigung der Krankenkasse. Im September fuhr ich erneut nach Neuburg und lernte meine zweite Hündin, Lilou, kennen. Lilou war fast fertig ausgebildet, sodass unsere Einarbeitung schon im Dezember beginnen konnte. Ich war sehr erstaunt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Lilou und mir von Anfang an klappte. Auch die Betreuung in Neuburg fand ich sehr gut, man kann Familie Seitle oder seine Trainer(in) jederzeit telefonisch erreichen, wenn es ein Problem gibt. Das Personal im Hotel ist immer hilfsbereit! Sehr schön finde ich auch, dass der Gassiweg in Hotelnähe ist und man diesen auch alleine bewältigen kann.

Wieder zuhause angekommen funktionierte die Führarbeit und auch der Freilauf auf Anhieb, obwohl Lilou ja fremd war.

Mit Wolfgang übte ich die Übungstrecke, welche ich mir ausgesucht hatte. Die Prüfung war direkt nach der kurzen Einarbeitungszeit in Wiesbaden. Wie beim ersten Mal war ich sehr aufgeregt!

Wolfgang beruhigte mich immer wieder und meinte, dass wir doch alles könnten. Der Prüfer war sehr nett, er merkte mir die Aufregung an und versicherte mir, dass ich keinen Grund dazu hätte. Ich sollte den Hund nur alles machen lassen, dann würde es schon klappen. So war es dann auch, Lilou meisterte die Prüfung ganz gelassen.

Auch diesmal habe ich mich mit der Patenfamilie in Verbindung gesetzt, weil mich interessiert, wie mein Hund als Welpe war. Die Familien haben sich jedes Mal sehr über die Kontaktaufnahme gefreut.

Lilou ist ein kleiner Wirbelwind, im Freilauf ist sie nicht müde zu bekommen! Aber wenn sie im Führgeschirr ist, legt sie einen Hebel um, ist sehr konzentriert und macht ihre Arbeit toll. Für die kurze Zeit, in der wir erst zusammen sind, ist alles super und ich bin froh, sie bei mir zu haben!

Astrid mit Lilou aus Hessen

Helene mit „Kira“

  1. Januar 2018

Gestern war meine Gespannprüfung. Nun habe ich auch einen Hund. Meinen aller ersten Blindenführhund.. Sie heißt Kira und schon jetzt weiß ich, dass sie der süßeste und intelligenteste aller Vierbeiner ist. Noch vor drei Jahren konnte ich mir kaum vorstellen, einen Hund zu halten. Das ist ein Lebewesen, das artgerecht gehalten werden sollte: mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Ich habe genug damit zu tun, meinen drei Kindern ein angemessenes zu Hause zu bieten. Und dann noch einen Hund anschaffen! Dass es Blindenführhunde gibt, die auch helfen, davon habe ich zwar gehört, konnte es mir jedoch nicht vorstellen, wie es im Alltag funktionieren sollte.

Ein Bekannter der Familie führte uns an die Thematik heran. Während einer langen Antragsbearbeitungszeit bei der Krankenkasse habe ich mich immer wieder damit auseinandergesetzt, Mir immer wieder die Frage gestellt, kriege ich es denn hin? Wie wird es sein, wenn der Hund da ist?

Fast zwei Jahre nach der Antragstellung sind vergangen. Sowohl während der Wartezeit und als es nun soweit war, war die Schule Seitle immer ein der treuer Ansprechpartner. Und nun haben wir unser Mädchen: Klug, gescheit und exzellent erzogen und ausgebildet Dank der Patenfamilie, in der unsere Kleine ihr erstes Lebensjahr verbracht hat, und natürlich dank der exzellenten Ausbildung an der Ausbildungsschule Seitle. Sie und ich: wir haben uns seit dem ersten Augenblick verstanden. Wenn sie im Dienst ist (d.h. wenn Sie das Geschirr an hat bei der Bewältigung der Wege und Strecken hilft), ist sie absolut und mit Freuden bei der Sache. Ich nehme sie mit zur Arbeit, wir gehen zusammen Einkaufen, wir bringen gemeinsam die Kinder zur Schule. Ich wusste nicht, dass es so einfach sein kann, so unproblematisch, Treppen, Hindernisse, auf meinen täglichen Wegen zu bewältigen. Ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, von Anfang an herrschte absolutes Vertrauen zwischen uns beiden. Ich verlasse mich auf sie und das beruht auf Gegenseitigkeit.

Auch bei der Freizeit ist sie eine Bereicherung für uns alle, die Kinder verwöhnen sie nach Strich und Faden mit Streicheleinheiten und knuddeln. Es ist natürlich so, dass wie in jedem „Rudel“ und auch in jeder Wohngemeinschaft gewisse Regeln bestehen müssen. Daran arbeiten wir. Kira, mittlerweile umgetauft in Baghira (Dschungelbuch), ist bereits nach drei Wochen aus unserem Leben nicht wegzudenken. Vor allem für mich als blinde Mutter dreier Kinder und fest im Beruf stehend ist unser kleiner Liebling eine enorme Erleichterung und Bereicherung. Und eine unschätzbare Hilfe!

Helene (39 Jahre)

Diplom Psychologin

 

 

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