Barthl mit „Gero“

Hallo liebe Maria, hallo lieber Wolfgang und natürlich auch das ganze Team!

Ich möchte gerne den nachfolgenden Bericht von mir an euch weitergeben.

Ihr dürft ihn auch veröffentlichen.

Ich bin seit drei Jahren vollblind. Nach zwei fehlgeschlagenen Versorgungsversuchen durch zwei verschiedene Blindenführhundeschulen in Bayern bin ich auf die Führhundschule Seitle gestoßen. Von dort habe ich seit April 2017 meinen schwarzen Labrador Rüden „Gero“. Er ist mein erster Blindenführhund. Gero ist mein absoluter Wunschhund, was sowohl die Farbe als auch die Rasse betrifft – so viel schon einmal vorweg.
Mein Erstkontakt zur Führhundschule Seitle fand telefonisch ab. Nach diesem erfolgte auch sehr schnell, nach ein paar Tagen, der Besuch bei mir zu Hause und danach schaute ich mir die Führhundschule Seitle an.
Zu diesem Besuch kann ich sagen, ich bin mir sehr aufgenommen, gut aufgehoben und auch sehr gut beraten vorgekommen. Es wurden mir an dem Tag sehr viele Hunde vorgestellt und was mich auch sehr beeindruckt hat, war, dass zu dem Termin auch extra eine Hundepatin gekommen war, die das alles sehr ausführlich mit mir durchgegangen ist.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Antragsstellung bei der Krankenkasse konnte ich mich aber auch hier voll und ganz auf die Hilfe von Fam. Seitle verlassen und ich wusste, ich bin in guten Händen.
Den Einarbeitungslehrgang hatte ich persönlich mit Frau Seitle und auch hier war alles so wie man es sich vorstellt. Sie ist auf mich und meine Bedürfnisse eingegangen. Auch hier kann ich noch einmal erwähnen, war ich sehr zufrieden.
Hilfe und Unterstützung habe ich auch bzw. erhalte ich auch bis heute noch bei der Führarbeit und Futterbestellung.
Zu der Gespannprüfung kann ich sagen, dass ich mich voll und ganz auf den Hund habe verlassen können und das ist das, was einem einfach ein gutes Gefühl gibt.
Alles in allem kann ich nur abschließend sagen, dass ich sehr zufrieden bin und die Führhundschule Seitle definitiv weiter empfehlen kann!

Liebe Grüße
Euer Barthl.

Kurt mit „Lando“ aus dem Schwabenländle

Liebe Maria, lieber Wolfgang,

sehr gerne möchte ich auch anderen Interessierten meine Erfahrungen mitteilen, welche ich bisher bei meinen Führhundeversorgungen mit euch als Blindenführhundeschule gemacht habe. Dazu möchte ich folgendes berichten:

Seit Februar 2017 habe ich den zweiten Führhund von Seitles.

Viele Jahre davor hatte ich bereits meine Führhündin Lucy, sie war eine Deutsche Schäferhündin, auch von den Seitles. Sie war ein toller Führhund und sie hat mich zuverlässig in all meinen Lebenssituationen, die weiß Gott nicht immer leicht waren, begleitet. Lucy war super.

Ich kann mich noch an meinen ersten Kontakt zur Führhundschule Seitle sehr gut erinnern. Nach einem ausführlichen Telefonat wurden wir auch sofort zur Führhundeschule eingeladen. Kurz entschlossen fuhren wir zu den Seitles. Wir konnten dort alles besichtigen und uns über die Hunde, den Ausbildungsverlauf und vor allem über die Ausbildungsmethode informieren. Ich kann mich heute noch sehr gut an unseren ersten Termin in der Führhundeschule erinnern, weil wir auf all unsere Fragen wirklich kompetente und überzeugende Antworten erhalten hatten.

Dann hatte ich Lucy als Führhündin bekommen, die mich bis zu ihrem 12. Lebensjahr treu und sicher begleitete.

Im Februar 2017 bekam ich dann meinen zweiten Führhund von den Seitles und zwar Lando, einen Labradoodle. Lando begleitet mich nun schon fast ein Jahr und Lando übertrifft alles bisher da gewesene. Er ist ein total verschmuster und absolut zuverlässiger Freund und Partner. Ich bin mit ihm in der ganzen Bundesrepublik unterwegs. Wir machen viele Blindenführhunde-Vorführungen, wir besuchen Schulen und Kindergärten und er begleitet mich zu meiner Arbeitsstelle, bei meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten, bei all meinen Stadtratssitzungen, wo er immer relaxt und für alle anderen unauffällig an meiner Seite liegt, wobei er der Liebling unseres gesamten Gremiums ist. Durch meine vielen verschiedenen Aktivitäten brauche ich einen zuverlässigen Führhund, der mir Sicherheit gibt und mir dadurch ein erhebliches Maß an Mobilität und Freiheit verschafft. Genau das  habe ich bisher durch die beiden Führhunde aus der Führhundeschule Seitle erhalten.

Super finde ich, dass ich auch mit der Patenfamilie von Lando bereits intensiven Kontakt haben konnte. Lando ist in einer Familie mit zwei Kindern, einer Hauskatze und Zwergkaninchen aufgewachsen. Die Patenfamilie hat mir sehr viel über Landos Kindheit und Jugend erzählt. Er muss sich dort sehr wohl gefühlt haben und die Patenfamilie hat ihn gewissenhaft auf seine Aufgabe vorbereitet.

Auch meine beiden Einarbeitungslehrgänge bei den Seitles waren für mich sehr angenehm, weil immer in einer ruhigen ausgeglichenen Atmosphäre gearbeitet wurde. Für mich war das sehr eindrucksvoll und wir wurden beide Male zu einem super Team aufgebaut. Die Unterbringung und Versorgung während des Einarbeitungslehrganges in einem Hotel war jedes Mal zuvorkommend und ich habe mich dabei immer sehr wohl gefühlt.

Ich finde es auch sehr gut, dass die Seitles auch nach der Übergabe meiner Führhunde immer für mich als Ansprechpartner erreichbar waren und auch noch sind. Wenn ein Problem anstand, konnte es sofort und unbürokratisch besprochen und geklärt werden. Auch hier zeichnet sich für mich eine gute Führhundschule aus.

Liebe Maria und lieber Wolfgang, ich wünsche euch mit eurem Team weiterhin solch eine positive Einstellung und Kraft zu eurer Arbeit als Führhundtrainer und hoffe, dass ihr uns noch sehr lange als Blindenführhundeschule erhalten bleibt.

Hut ab, bin total STOLZ auf euch!

Kurt mit Lando aus dem Schwabenländle und Städtle Nagold

 

Eva mit „Sany“

Eva mit Sany erzählt:

Als im Jahr 2015 feststand, dass ich einen treuen Begleiter auf vier Pfoten an meiner Seite haben will, suchte ich nach einer geeigneten Blindenführhundschule. Durch meine Schwester bin ich dann auf die Blindenführhundschule Seitle gestoßen. Ich habe telefonisch Kontakt zu Wolfgang Seitle aufgenommen und er war sehr nett. Wir haben dann länger telefoniert und haben einen Termin vereinbart, wo ich mir alles vor Ort anschauen durfte. Auch dieser Besuch und eben das persönliche kennenlernen war sehr angenehm und es hat mich alles total überzeugt. Jegliche Fragen wurden beantwortet und mir wurde vieles erklärt, auch habe ich einige Hunde und auch Welpen gesehen und gestreichelt. 🙂

Als die Kostenübernahme genehmigt war, besuchten mich Maria und Wolfgang Seitle. Es war auch hier alles sehr angenehm und wirklich schön. Sie haben sich meine Wohnsituation angeschaut und fanden es super.

Da ich Erstführhundhalterin und generell Ersthundehalterin bin, war ich anfangs ziemlich ängstlich. Ich lebte bisher nur mit Katzen, somit war das Leben mit einem Hund etwas völlig Neues. Klar haben wir in der Familie Hunde, aber ich selbst hatte nie einen eigenen.

Die blonde Führhündin Sany verabreicht Eva-Maria ein Küsschen auf die Wange

Anfang 2017 schrieb mir Wolfgang Seitle, dass er eine passende Hündin für mich gefunden hat. Ich war total glücklich. Sany war zu dem Zeitpunkt noch in der Ausbildung bei Eva Kluge zuhause. Eva ist eine Trainerin der Führhundeschule Seitle.
Ich nahm dann sofort Kontakt zu Eva auf und im Mai haben wir uns dann schon mal getroffen. Wir sind spazieren gegangen und haben uns unterhalten. Auch waren da schon ein paar kleine Übungen dabei. Es hat sofort gefunkt. Ich hab mich sofort in Sany verliebt und Sany wohl auch in mich. Es war wirklich sehr schön.

Die Einarbeitung fand dann Mitte August statt.
Die Einarbeitung war sehr entspannt, aber wirklich lehrreich. Sany und ich sind immer Stück für Stück weiter zusammengewachsen. Die Einarbeitung dauerte insgesamt drei Wochen. Die ersten zwei Wochen war ich in Nürnberg-Fürth, wo auch Eva Kluge wohnt. Untergebracht waren wir in einem Gasthof. Sany war ab diesem Zeitpunkt Tag und Nacht bei mir.
Den ersten Tag haben wir gleich angefangen mit dem Führgeschirr zu laufen. Am ersten Tag war es wirklich komisch. Aber am zweiten Tag ging das schon viel leichter. Und das Vertrauen und die Liebe zu diesem tollen Hund wuchs und wuchs! 😃

Wir sind in Fürth viele Wege gelaufen, haben viel geübt und Sany machte ihre Arbeit richtig super. Ich hatte anfangs kleinere Startschwierigkeiten, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, nicht wahr? So übten wir weiter und weiter. Auch die Unterordnungsübungen durften natürlich nicht fehlen. Sie musste ja begreifen, dass ich ab sofort ihr Frauchen bin. So übten wir hier Rückruf, Fuß, Sitz, Platz usw..

Die letzte Woche fuhren wir zu mir nach Hause. Ich lebe daheim mit zwei Katzen. Meine Katzen kannten bis dato keinen Hund. Die Angst war bei den Katzen ziemlich groß und Sany zeigte nur mäßiges Interesse an den Samtpfoten. Auch bei mir vor Ort gingen wir viele Wege ab und fingen auch schon an den Weg für die Gespannprüfung zu üben. Den Weg zur Arbeit haben wir geübt, zur Bank, Post, Bahnhof etc..

Der Tag, der Gespannprüfung:

An diesem Tag hatte ich etwas Herz rasen, aber ich wusste, dass wir ein super Team sind und vertraute auf das Können von Sany. Und was soll ich sagen? Wir meisterten die Gespannprüfung sehr gut. Ich war überglücklich und unheimlich stolz auf meine süße Maus.

Sany passt wirklich super gut zu mir. Sie ist eine süße, kleine, aufmerksame und liebe Hündin. Sie hat aber auch ordentlich Power im Hintern, den man auch beim Gassi merkt, wenn man mit ihr spielt oder übt. 😊 Sany ist eine blonde Labradorhündin und ist mitlerweile zwei Jahre alt.

Im Führgeschirr läuft Sany ziemlich zügig, aber auch sehr sicher und führt mich um alle Hindernisse herum. Egal, ob diese auf dem Boden sind oder in Reichweite meines Kopfes. Sie achtet sehr darauf, dass mir nichts passiert. Falls ich mal nicht so schnell unterwegs sein möchte, gibt es das Kommando „langsam“ und dann läuft sie auch langsamer. Klar passiert es auch mal, dass ein Bord überlaufen wird, aber dann wird es wiederholt und wenn es dann klappt, wird ganz viel gelobt, damit sie merkt, dass es das ist, was ich möchte. Es ist schließlich ein Lebewesen und keine Maschine oder gar ein Roboter, der seine Arbeit einprogrammiert hat. Nein, es ist ein Hund mit Bedürfnissen und Gefühlen! Wir Menschen machen auch Fehler, also ist das bei einem Blindenführhund nicht anders.

Unsere Trainerin Eva ist wirklich eine super Trainerin, die mit ganz viel Geduld und Liebe diesen tollen Hund ausgebildet hat. Ich habe noch nichts Negatives an Sany festgestellt. Sie ist wirklich klasse ausgebildet und sie weiß auch, dass sie zu mir gehört. Das merke ich oft daran, wenn meine Mutter zu Besuch ist und mit uns Gassi gehen will. Sie hört zwar auch auf sie, aber fragt nochmal bei mir nach. Indem sie stehen bleibt und mich anschaut. Wenn ich das Kommando erneut gebe, wird es ausgeführt.

Sany kommt ja jeden Tag mit auf die Arbeit und dort wird sie unheimlich geliebt. Sogar meine Chefs kommen täglich ins Büro um Sany zu knuddeln und jeder hat sofort ein Lächeln auf den Lippen, wenn sie Sany sehen, egal wie stressig gerade die Arbeit ist. Eine Bereicherung auf allen Seiten. <3

Ich bedanke mich sehr bei Eva und der Blindenführhundschule Seitle, dass sie mir einen so tollen Hund trainiert und ausgesucht haben.

Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Schritt zu wagen und sich diese tolle Blindenführhundschule anzuschauen. Ich bereue definitiv nichts.

Aber man muss sich im Klaren sein, dass man nicht nur ein Hilfsmittel, sondern ein Lebewesen, welches Beschäftigung, Futter, Gassi und Training benötigt oder auch mal krank wird, an seiner Seite hat. Man kann also den Hund nicht einfach in die Ecke stellen, wie zum Beispiel den Blindenlangstock. Aber wenn man sich dieser Aufgabe bewusst ist und sich das zutraut, dann sollte man diesen Schritt durchaus wagen.

 

U.. mit „Lex“ aus dem südlichen Schwarzwald

Rückblick nach einem knappen Jahr

nachdem die Kasse endlich den Blindenführhund bewilligt hatte, haben wir uns an die fünf im Bewilligungsbescheid genannten Führhundeschulen gewandt (zwei davon arbeiteten nicht mehr als solche) – und haben diese drei besucht. Durch private Kontakte rannte ein guter Ruf der Blindenführhundeschule Seitle voraus, den ich aber in Gänze bestätigt sah, was auch zu der Entscheidung führte, meinen Blindenführhund von Seitles zu „beziehen“.

Im telefonischen Erstkontakt, der sehr ausführlich und freundlich kompetent war, vereinbarten wir einen Kennenlerntermin bei Seitles direkt. Hier nahmen sich beide sehr viel Zeit, um von der Schule, der Ausbildung, den Hunden, der Zucht…. zu erzählen, aber auch um Raum zu lassen all meine/unsere Fragen zu beantworten. Ich/wir fühlten uns sehr gut beraten und gehört mit allen Fragen. Ich bat mir noch etwas Bedenkzeit aus, und bestätigte dann telefonisch meinen Wunsch, meinen Hund von Seitles bekommen zu wollen. Auch auf den Wunsch der Rasse wurde wohlwollend eingegangen. Ich hatte den Wunsch nach einem Königspudel.  Seitles erzählten, dass ein großer Wurf Labradoodles gerade bei den Patenfamilien sei und evtl. hieraus einer für mich sein könnte. Daraufhin informierte ich mich über die Labradoodles und verliebte mich in sie. Auch kam Herr Seitle zu mir nach Hause, um Wohnumfeld, Wohnsituation, Lauftempo, persönliche Charakteristika meinerseits besser einschätzen zu können, um so die Entscheidung welcher Hund zu mir kommen sollte besser treffen zu können, wenn der Zeitpunkt dann gekommen sein sollte.

Die Entscheidung Lex, „mein“ schwarzer Labradoodle und mich zu einem Gespann zu formieren hätte besser nicht ausfallen können. Ich empfinde uns als ein perfektes Duo, von Anfang an – und das hat sich bis heute nicht verändert. Hier bin ich davon überzeugt, dass sowohl die Menschenkenntnis und der Hundesachverstand von Seitles zu dieser wunderbaren Entscheidung geführt hatten.

Als dann klar war, welcher Hund für mich und wann die Einschulung beginnen kann, bat ich um ein Foto vorab vor Lex, denn ich war natürlich superneugierig und über den großen Bildschirm und meinem geringen Restsehwert konnte ich mir aber doch ein Bild machen. Und dann wuchs die Spannung, bis endlich der Termin da war, an dem wir uns kennen lernen durften. Es war super aufregend. Frau Seitle kam mit Lex in die Pension, in der ich wohnte und ich hatte ein so gutes Gefühl. So lange hatte ich auf den Führhund gewartet – und so eine tolle Ausstrahlung hatte Lex, vom ersten Moment an – und auch ich hatte das Gefühl umgekehrt, er war mir von Anfang an sehr zugewandt.

Die Einschulung verlief fabelhaft. Ich war immer mit Frau Seitle unterwegs, die mir alles zeigte, was ich wissen musste und darüber hinaus, alles was ich wissen wollte, oder auch Herausforderungen, die ich erleben wollte, um bei aufkommenden Unsicherheiten, direkt korrigieren oder intensiver trainieren zu können (beispielsweise alleine mit Lex  Zug- und Busfahrten. Es entwickelte sich rasch eine gute Bindung zu Lex und es verging wenig Zeit, bis ich für ihn die wichtigste Bezugsperson war. Die Gespannsprüfung verlief sehr positiv, auch wenn ich sehr aufgeregt war, im Vorfeld. Als wir dann liefen, war eigentlich alles gut. Mir war es fremd, die Prüfer zuvor nicht zu begrüßen oder kurz kennen gelernt zu haben, bevor es losging, auch wenn ich die Argumentation, dass der Hund nicht abgelenkt sein sollte einsichtig fand. Aber das hat sich dann bei dem Auswertungs- und Abschlussgespräch aufgelöst.

Ich arbeite als musikpädagogische Fachkraft in verschiedenen Kindertagesstätten (Lex ist mit vier Kindern in einer Patenfamilie groß geworden) – auch dort ist er sehr willkommen und wird als pädagogischer Mitarbeiter inzwischen angesehen. In Kinderkonferenzen erkläre ich, was ein Blindenführhund ist, welche Aufgaben er hat – und welche Regeln es gibt, wie man sich ihm gegenüber zu verhalten hat, damit er so cool bleibt, wie er eben ist.

Nun ist er bald ein Jahr bei mir und wir sind ein echt gutes Team geworden, ich habe ihn gut kennengelernt in fast allen Lebenssituationen, die man so erleben kann (geflogen sind wir noch nicht) – aber sonst haben wir alles bereits zusammen erlebt und wir wissen, wie wir ticken. Er hat die Differenzierung zwischen Führarbeit und Freizeit gut raus, – manchmal, aber selten, muss ich ihn daran erinnern, dass er am Arbeiten ist. Dann ziehe ich kurz an der Leine und sage: Hey Lexi, du arbeitest…“ und dann geht’s gut weiter.

Zu Weihnachten, als die Stadt so voll war, fand ich, dass er sich manchmal durch alles Mögliche leicht ablenken ließ. In der eigenen Reflexion musste ich aber auch feststellen, dass ich selbst zunehmend super genervt bin, wenn so viele Menschen auf einen Haufen sind und dann auch noch so gestresst und egoistisch. Manchmal denke ich, dass Lexi meine Gefühle so extrem wahrnimmt, dass da eine ganz intensive Übertragung stattfindet, so als ob er wüsste, es wäre jetzt für mich besser in die Straßenbahn zu steigen und wieder heim zu fahren, was am Stadtrand liegt.

Was auch richtig gut ist, am Anfang war es natürlich mehr, wenn irgendwelche Fragen aufgetaucht sind, konnte ich immer bei Seitles anrufen und einen hundefachlichen Rat bekommen, wie ich mich in der ein oder anderen Situation verhalten soll, was für die Anfangszeit ein sehr hilfreiches Angebot ist und auch ja jetzt noch immer als Angebot zur Verfügung steht. Das gibt ein großes Gefühl der Sicherheit.

Ich bin mit der Betreuung durch die Familie Seitle mehr als sehr zufrieden und noch größer ist mein Glück mit Lex, der perfekt für mich ausgesucht wurde. Wir sind jetzt bald ein Jahr ein Gespann und der erste Winter mit ihm, die lange Phase der Dunkelheit – wird durch seine Führkompetenz enorm erleichtert. Er vermittelt mir das Gefühl, dass es für mich keine Hindernisse mehr gibt, den Lex erkennt diese und führt mich sicher daran vorbei. Auch an Pfützen, die Zeit der nassen Schuhe und Füße ist vorbei! Aber vor allem die Zeit der Unsicherheit ist vorbei. Es ist ein Geschenk, einen solchen Hund zu haben!

 

U… mit Lex aus dem südlichen Schwarzwald

Martin mit „Sam“

Martin mit Sam schreibt:

Über den Wunsch nach einem Goldendoodle als Blindenführhund für mich stießen meine Frau und ich im Internet auf die Seite der Blindenführhundschule Seitle. Nach einem Telefonat zwecks Austausches verschiedener Informationen beiderseits boten Wolfgang und Maria Seitle einen Besuch bei uns an und kamen dann relativ bald aus Bayern zu uns nach NRW und schauten sich unsere Verhältnisse und mich, den extrem sehbehinderten Menschen, genau an. Wolfgang Seitle versprach, sich verstärkt nach einem genügend großen Hund für mich 2 Meter-Mann umzuschauen.

Schon ein knappes halbes Jahr später wurden wir eingeladen, „unseren Hund“ anzuschauen und kennen zu lernen.

Bei unserem Besuch in Neuburg waren wir auf Anhieb begeistert von Sam, einem bildhübschen blonden Goldendoodle. Wir waren mindestens ebenso erfreut überrascht zu hören, dass wir Ihn zwei Monate später dann schon als voll ausgebildeten Führhund haben könnten, nachdem er schon ein Jahr in einer ausgewählten Patenfamilie grundausgebildet und in der Blindenführhundschule auch schon vier Monate trainiert worden war.

Dank eines entsprechenden ärztlichen Gutachtens und der notwendigen Formalitäten in Bezug auf Übernahme der Kosten durch Beihilfe und Versicherung konnten wir dann zügig einen Termin für die Einschulung in Neuburg vereinbaren.

Die zwei Wochen mit Sam im Hotel waren eine wunderbare Erfahrung und die beste Möglichkeit, vom ersten Tag an „zusammenzuwachsen“.

Die täglichen zweimal 90 Minuten mit Maria Seitle als unserer Trainerin waren intensiv und anstrengend für alle Beteiligten, aber mit Marias Hilfe und Fürsorge lernten wir zum einen die wunderbar geeignete „Trainingsstadt“ Neuburg kennen, zum anderen konnte Sam zeigen, wie hervorragend er zum Führhund ausgebildet war. Absolut zuverlässig und mit zum Teil stoischer Gelassenheit führte er mich um alle Hindernisse und an allen Tücken der Altstadt vorbei und durch den lauten Straßenverkehr der Neustadt hindurch. Bus – und Bahnfahren in Ingolstadt und lange Aufenthalte in großen Einkaufszentren waren für Sam eine Selbstverständlichkeit und ließen mich zunehmend mehr und mehr Vertrauen in ihn haben. Abends waren wir dann beide immer rechtschaffen müde nach der circa 12 km täglichen Wegstrecke.

Die bald darauf anschließende Woche Training in unserer Kleinstadt in Ostwestfalen war eben – so intensiv, aber nicht ganz so anstrengend, da die Zahl der Hindernisse und Tücken deutlich geringer ist als in Neuburg an der Donau.

Inzwischen kennt Sam jeden meiner üblichen Wege in und durch die Stadt und führt mich auf Kommando zu bestimmten Plätzen und Geschäften und vor allem auch sicher von überall her nach Hause.

Sam leistet mir im Alltag unschätzbare Dienste, ist ein wunderbarer Hausgenosse und wird von allen bewundert und bestaunt für seine Klugheit und Schönheit.

Mein besonderer Dank gilt Wolfgang und Maria Seitle für diesen großartig ausgebildeten Hund

Marion, Gustav und „Jerome“

 Hallo, Ihr Lieben!

Jetzt ist es ja schon bald ein Jahr her, daß Jerome bei mir eingezogen ist. Wie Ihr wisst, wollte ich wieder einen Labrador. Pudel – war gar nicht in meinen Gedanken – und eigentlich konnte ich mich mit einem Pudel gar nicht vorstellen. Aber, man soll ja nie nie sagen. Ich glaube auch, Jerome hat sich mich ausgesucht und nicht umgekehrt.

In der Zwischenzeit muss ich meine Vorbehalte gegenüber Pudel total revidieren. Ich habe das Gefühl, wir waren vom ersten Tag an ein tolles Team. Er hat sich mir sofort anvertraut und umgekehrt,  ich konnte mich ihm auch sofort anvertrauen. Er hat mich die Wege, die ich gehen muss, von Anfang an sicher geführt. Wege, die wir einmal gegangen sind hat er sofort perfekt abgespeichert. Man hat das Gefühl, er kennt sich einfach gut aus und weiss wos lang geht.

Im Sommer waren auf dem Weg zur Arbeit immer wieder Baustellen (Hausbau) und oft war mir nicht klar wo ich gehen kann, weil die Kreuzung oder der Gehsteig blockiert war. Mein Mann konnte mir nicht helfen er war im Krankenhaus bzw. Reha. Oft war es so laut, daß ich auch nicht hören konnte wo ich Jerome hinschicken soll. An einem Morgen standen mindestens 3 oder 4 Transmixe da und blockierten alles. Ich gab Jerome das Komando zur Arbeit – und irgendwie fand er den Weg durch die LKWs und wir kamen sicher an.

Ein anderes Mal kam ich von der Arbeit und geriet in eine Feuerwehrübung. Feuerwehrautos standen überall, Schläuche lagen am Boden … und es war ziemlich laut. Auch hier fand Jerome einen sicheren Weg nach Hause. Später wurde meinem Mann davon berichtet wie sicher Jerome den Weg fand.

Er ist mir zu einem richtig guten Begleiter geworden.

Auch in der Freizeit haben wir  viel Spaß mit Ballspielen oder Stöckchen werfen. Er könnte stundenlang spielen. Nur ins Wasser geht er nicht.

Es gäbe noch viele Dinge zu berichten, aber Ihr spürt, daß wir ein richtig gutes Team geworden sind.

Nun wünsche ich Euch ein wunderschönes und gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr alles Gute und weiterhin so viel Freude mit den Hunden.

Grüßle

Marion, Gustav und Jerome

Johanna mit „Buddy“

Am 13. Oktober vor drei Jahren kam ich zu Euch, um meinen Buddy kennenzulernen und ihn als meinen Helfer im Alltag mitzunehmen. Nun sind wir ein sehr gut eingespieltes Team und er hat seine Kindertage hinter sich. Als Blindenführhund  ist er für mich nahezu perfekt, als Privathund ist er ein wunderbarer Lebensgefährte. Er ist noch sehr temperamentvoll und äußerst liebenswürdig seiner Umwelt gegenüber.

Liebe Maria und lieber Wolfgang hier aus Paderborn grüße ich Euch ganz herzlich und denke an die Tage in Bayern bei Euch und die Woche, die ich mit Dir, liebe  Maria, hier in Paderborn verlebt habe.

Mit diesem Hund hat mein Leben wieder eine ganz neue Qualität bekommen.

Hoffentlich geht es Euch gut und Ihr könnt Euer Leben weiterhin so gestalten, wie Ihr  es Euch wünscht.

Ganz liebe Grüße aus Paderborn

Johanna – und sicher auch Buddy

Keine Maschinen! Erfahrungsbericht nach meiner dritten Führhundversorgung von Maria Sellmeier

Mittlerweile sind fast fünf Monate vergangen, seit ich meine dritte Einarbeitung mit Earl begonnen hatte, der von der Schule Seitle ausgebildet wurde. Jeder Hund ist komplett anders, was seinen Charakter betrifft, somit ist jeder Hund anders zu händeln. Gerade zu Beginn einer jeden Einschulung erwischt man sich dabei, dass man sich Gedanken macht, inwieweit der Neue dem Alten ähnelt, ob er einfacher oder schwieriger zu händeln sein wird und ob er in etwa gleich arbeitet, wie der alte Hund. Das bringt allerdings nichts, denn wenn es erst einmal soweit ist, sollte man alle Vergleiche über Bord werfen und sich ganz von vorn auf den Hund einlassen. Alles andere würde einen selbst und auch den Hund vermutlich überfordern. Für den Hund bedeutet die Einschulung bei seinem neuen Besitzer genauso Stress, wie für uns als zukünftige Halter. Keiner kennt den Anderen; der Hund wird beim Halter aus dem Auto geholt und da wird er nun die Zeit verbringen. Er wird einem völlig fremden Menschen anvertraut, kennt die Umgebung nicht und weiß dessen Ausdrucksweise bzw. Körpersprache nicht zu deuten. Wenn man sich das so überlegt, muss das sehr verwirrend sein. Earl durfte sich meine Wohnung in Ruhe anschauen, bis er sie bis in den letzten Winkel inspiziert hatte.

Wir können von den Führhunden nicht verlangen, dass sie sofort auf Knopfdruck „funktionieren“, wobei das Wort „funktionieren“ hier fehl am Platz ist, da ein Führhund nicht funktioniert. Er arbeitet zusammen mit seinem Blinden bzw. Sehbehinderten und das geht nur mit einer gut abgestimmten Kommunikation. Der Hund muss unsere Körpersprache, Stimmlage und Aussprache verinnerlichen, bis das Team Hund – Mensch als solches optimal harmoniert. Das bedarf einiges an Zeit und Training, das man sich und vor allem dem Hund eingestehen muss. Aus diesem Grund wird die Einschulung mit dem neuen Führhund auch auf drei Wochen veranschlagt, damit ausreichend Zeit zur Verfügung steht, sich auf den Hund einzulassen und mögliche Schwierigkeiten abgearbeitet werden können.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dem Hund umso leichter fällt, in seinem neuen Zuhause anzukommen, desto klarer man mit ihm umgeht. Wenn man den Neuankömmling totredet, was er überhaupt nicht versteht, irritiert es ihn nur. Lieber wenige klare Worte in Form der Hörzeichen, die er gelernt hat und kennt. Je konsequenter die Zeichen gegeben werden, desto klarer werden für den Hund die Grenzen in denen er sich bewegen kann und darf. Earl ist damit sehr schnell bei mir angekommen. Er ist ein umgänglicher Hund, der sich stets rückversichert, ob das, was er gerade für und mit mir tut, in Ordnung ist. Er wendet sich dabei stets mir zu und im Gegenzug erhält er von mir ruhiges, freundliches Lob. Das motiviert ihn, es richtig gemacht zu haben und ermuntert ihn, in seinem Tun mit Freude weiter zu machen. Genauso wichtig ist aber auch die Korrektur, wurde etwas schlampig ausgeführt. Das gilt für die Führarbeit, ebenso wie für den Gehorsam. Dabei muss man nicht laut werden oder hektisch. Meistens reicht es völlig aus, dem Hund zu zeigen, was er übersehen hat oder wo er geschlampt hat und wiederholt es, was dann mit viel Lob quittiert wird, wenn es korrekt ausgeführt wurde.

Gerade Erstführhundhalter müssen sich von dem Gedanken verabschieden, dass der Hund, der er/sie bekommt, perfekt arbeitet. Kein Lebewesen, uns Menschen eingeschlossen ist perfekt. Man muss sich auf das Tier einlassen, seine Stärken und Schwächen kennen lernen und damit arbeiten. Auch der Hund muss mit uns auskommen, uns einschätzen lernen. Der beste Hund, vor allem Führhund kann nur so gut sein, wie sein Halter zu geben bereit ist. Eine Schule kann einen sehr guten Hund abgeben, der innerhalb kürzester Zeit vom Halter unbrauchbar gemacht werden kann, wenn das, was er gelernt hat, nicht angewendet, gefördert und ausgebaut wird. Das gilt auch für den Gehorsam. Je konsequenter ich als Führhundhalter mit  meinem Hund umgehe, ich nenne es immer liebevolle Konsequenz, desto leichter werde ich es haben, der Hund übrigens auch. Hunde testen in regelmäßigen Abständen, wie weit sie gehen können. Erkennt man das nicht und korrigiert es, wird man bald einen Hund haben, der einem auf der Nase herumtanzt und einen nicht mehr für voll nimmt. Was das betrifft, sind sie unheimlich schlau.

Auch kann man nicht immer wegen allem, was möglicherweise nicht so optimal läuft, die Führhundschule verantwortlich machen. Bei Earl hatte ich das Problem, dass wenn er im Freilauf etwas in der Nase hatte, sich regelrecht daran festgesaugt hat und dabei die Ohren auf Durchzug gestellt hat. Deswegen ist er kein schlechter Hund, den man sofort wieder zurückgibt. Man muss sich Alternativen überlegen, kreativ werden, wie man sich selbst für den Hund interessanter machen kann. Gerade bei einem Labrador ist das sehr einfach, weil er unheimlich auf Fressbares fixiert ist. Also habe ich mir kleine Wienerstückchen zum Spaziergang mitgenommen und siehe da, das ist etwas, für das es sich zu hören lohnt. Das meine ich mit Arbeit, die man gewillt sein muss zu investieren, will man sein Leben mit einem Führhund verbringen. Man wird das ganze Hundeleben lang an der Bindung zu seinem Hund arbeiten müssen, damit man ein gutes Gespann ist und bleibt. Aber das lohnt sich. Ich möchte mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen wollen. Man bekommt so viel an Lebensqualität zurück, die man durch die Sehverluste einbüßen musste. Wer diesen Text liest und sich jetzt denkt, sie ist aber kritisch, der hat Recht. Ich habe schon zu viele Führhundhalter getroffen, die erwartet haben, einen perfekten Hund zu bekommen und dann ganz entsetzt waren, dass man ihnen sagte, sie müssten noch Arbeit investieren. Ich habe Führhundhalter kennen lernen dürfen, die von vielen Schulen in ganz Deutschland Hunde ausprobieren und jeden wieder zurückgeben, weil keine ihren Anforderungen entspricht. Wenn ihr euch für einen Führhund entscheidet, dann lasst euch darauf ein, hört auf das, was eure Trainer euch sagen, denn sie kennen euren Hund am besten. Gerade unter Führhundhaltern ist es hinreichend bekannt, das jeder alles besser weiß. Aber die kennen euren Hund nicht. Ihr müsst mit ihm agieren und nicht die Anderen. Sprecht bei Problemen die Schule an und lasst euch dort beraten. Probleme sind dazu da, offen angesprochen und erfolgreich behoben zu werden. Je mehr Leute da mitmischen, desto verwirrender wird es für alle Beteiligten werden. Leidtragender Nummer eins ist dabei leider immer der Hund.

Für mich steht jedenfalls fest, dass ich mit meinem Earl einen Glücksgriff gemacht habe. Er ist ein toller Hund. Das war mir schon in der Einschulung klar. Wir haben in den drei Wochen viel trainieren dürfen, waren in verschiedenen Städten unterwegs, sogar am Münchner Flughafen und den dortigen Englischen Garten besuchten wir. Wettertechnisch nahmen wir im Januar 2016 auch alles mit. Von Dauerregen, Glatteis, Schneesturm bis Sonne war alles dabei.

Ich möchte hier keine Leser entmutigen, sich für einen Führhund zu entscheiden, aber ich möchte zum Denken anregen, dass man sich nicht für die Maschine entscheidet, sondern für ein Lebewesen mit eigenständigem Charakter, auf das man sich einlassen muss, mit dem man arbeiten und kommunizieren muss, damit man sicher und freudig zusammen durchs Leben gehen kann. Man hat die Verantwortung für seinen Führhund, sein ganzes wundervolles Leben lang.

Blindenführhundschule Maria Seitle, die Führhundschule meines Vertrauens!

Im November 2008 habe ich von der Führhundschule Maria Seitle meinen dritten Führhund bekommen. Sein Name: Dino, ein brauner lebhafter und liebenswerter Labrador, der alle Wege, Reisen und Stunden im Büro hervorragend meistert. Wir haben seit 2008 unzählige glückliche und erfolgreiche Stunden miteinander verbracht, bis durch einen für Dino schlimmen Moment unser Glück getrübt wurde.

Er geriet beim Aussteigen aus dem Zug zwischen ICE und Bahnsteigkante. Das war eine Schrecksekunde für uns beide! Von da an konnte ich mit Dino nicht mehr ohne fremde Hilfe beim Ein- und Aussteigen mit IC oder ICE fahren und das, wo ich doch relativ häufig im Bundesgebiet unterwegs bin. Ich hoffte, es mit Liebe und Leckerlis selbst wieder hinzubekommen, aber weit gefehlt.

Das erste Mal musste ich eine Nachschulung in Anspruch nehmen. Eigentlich war mir das peinlich, aber Stolz war hier fehl am Platz und half Dino gar nicht. Also wandte ich mich an die Führhundschule Maria Seitle, trug mein Problem vor und bekam die erhoffte Hilfe. Wäre die Krankenkasse nicht so bürokratisch vorgegangen, hätte ich keine 3 Monate warten müssen.

Herr Seitle erkannte, dass Dino ein massives Problem hatte. Er versprach mir aber, es in den Griff zu bekommen. Wenn jeder sein Versprechen so halten würde wie er, wäre das Leben um ein vielfaches leichter. Er hat das Problem erkannt, die Gefahr gebannt und meinem Dino und mir eine große Last von der Seele genommen. Wir haben hier 5 trainings- und erfolgreiche Tage verbracht. Morgen fahren wir wieder mit einem guten Gefühl nach Hause. Wir können wieder entspannt reisen und das Leben genießen mit seinen guten und schlechten Seiten!

Danke für die prompte Nachbetreuung und das gute Gefühl, auch nach Jahren einer Hundeauslieferung noch ein wichtiger Kunde zu sein.

Karl-Heinz und sein Hund Corgy

Karl-Heinz und Corgy Sehr geehrte Familie Seitle,

Ich möchte Ihnen wieder einmal über unseren Schatz Corgy berichten. Er wird am 26.Dezember 8 Jahre alt. Er ist fit und gesund und munter. Mein Mann geht regelmäßig 3x und fast immer um die gleiche Uhrzeit mit ihm ca. 1 Stunde zügig spazieren. Corgy ist so anhänglich. Wir sind seine Familie. Wenn Karl-Heinz auf dem Sofa sitzt, liegt der Hund meistens unter seinen Beinen, möglichst mit Körperkontakt.

Die beiden sind sehr zusammengewachsen und in ganz Wüstenrot bekannt. Alle mögen diesen gut erzogenen Hund. Wenn wir mit Corgy wandern und er muß nicht führen, läuft er nach einer Weile immer zwischen uns (dies war von Anfang an so). Die Leute, die uns entgegenkommen, schmunzeln dann immer. Anfangs wollten wir ihn wegschicken aber er kam immer wieder zwischen uns. Inzwischen ist es uns ganz recht so. So brauchen wir ihn nicht zu rufen wenn Spaziergänger oder andere Hunde uns begegnen.
Vielleicht braucht er die Nähe?

Jetzt im September sind wir 8 Tage lang auf dem Eifelsteig von Aachen nach Hillesheim gewandert (160 km). Wir waren begeistert, wie gut Corgy das wieder geschafft hat. Er musste auf schmalen Stegen durch das Moor (das Hohe Venn) führen. Und er hat seine Sache vortrefflich gemacht. Ich lief hinter den beiden her. Seine Füßchen liefen und liefen. Er hatte kaum Platz auf den Bohlen. Auf schmalen Trampelpfaden nach oben zieht er Karl-Heinz richtig hoch. Die beiden waren die Schnellsten. Er war abends auch müde, wie wir; aber am nächsten Morgen war er wieder fit und freute sich auf das erneute Aufbrechen und konnte es kaum erwarten. Unterwegs schaute er  sich ab und zu nach mir (ich war meistens die Letzte) um und verzog sein Maul. Ich hatte den Eindruck, dass er lachte; kann das sein?

In einem Quartier bekam Corgy ebenfalls ein Lunchpaket für die Wanderung (Leckerlies, die wir ihm gut einteilten)!! Unser Freund und Mitwanderer und Corgy lieben sich ebenfalls.

Wie lange kann man einem Hund solche Strecken zumuten?

Mit Bekannten, die den Hund von Anfang an ablehnten, haben wir keinen Kontakt mehr. Wir haben gelernt, dass dies auf Dauer nicht funktioniert. Aber wir haben inzwischen andere, nette Menschen – mit und ohne Hund – gefunden.

Hoffentlich geht es Ihnen gut und es läuft alles, wie Sie es sich wünschen?Karl-Heinz und Corgy

Wir wünschen Ihnen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. Wir danken Ihnen für den tollen Hund.

Freundliche Grüße senden Ihnen
Martina und Karl-Heinz

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